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Der Morgan 4/4

September 25th, 2010 by admin

Auch wenn der vierrädrige Morgan 4/4 schon 1935 getestet und ab 1936 in Serie gebaut wurde, so wurde seine Anfangszeit doch von dem älteren dreirädrigen Morgan in den Schatten gestellt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg allerdings konzentrierte sich Morgan auf die vierrädrigen Sportwagen, die über die Jahre vom Stil her nur wenig verändert wurden.

Die ersten Morgan Fahrzeuge wurden in dem Familienbetrieb bereits 1910 produziert, und an dieser Tatsache hat sich bis heute nichts geändert. Sogar die damals verwendete Federung für die Vorderräder kommt heute noch zum Einsatz.
Von jeher werden die Morgan Fahrzeuge von Hand zusammengebaut und nach dem Krieg verließen rund 10 Fahrzeuge pro Woche die Fabrik in Malvern Link.

Die Karosserie bestand aus einem mit Aluminium verkleideten Eschenholzrahmen  auf einem Stahlrahmen, um die Leichtigkeit eines Sportwagens gleichzeitig mit der nötigen Haltbarkeit zu verbinden. Die Federung des Morgan 4/4 war allerdings so hart, dass es hieß, dass wenn das Auto über einen Penny fuhr, der Fahrer sagen konnte ob Zahl oder Wappen oben waren.

Morgan 4/4 © flickr/the00rig

Angetrieben wurde der Morgan 4/4 von einem Standard 1.276 cc Motor mit obenliegenden Ventilen, der aber nie in Standard oder Triumph Modellen zum Einsatz gekommen war. Und auch wenn der Motor nur ungefähr 40 PS leistete so war das Auto doch so leicht, dass eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern kein Problem war. Noch dazu war das Handling des Fahrzeugs so einfach, dass alle Fahrer von MG Midgets neidisch werden konnten.

Vom Stil her war der Morgan 4/4 wohl das, was man heute als typischen Morgan Stil bezeichnen sollte. Ein niedriger Zweisitzer mit ausschweifenden vorderen Kotflügeln und frei stehenden Scheinwerfern, ausgeschnittenen Türen und einem Regenschutz der einen eher dazu veranlasste durch einen Schauer schnell nach Hause zu fahren, als sich mit den Stangen und anderen Teilen abzukämpfen. Der fast senkrechte Kühlergrill wurde von den Scheinwerfern flankiert und die Federung für die Vorderräder war leicht von vorne zu sehen.

Die meisten Morgan 4/4 waren offene Zweisitzer, die Roadster, obwohl auch ein voll ausgestattetes Drophead Coupé mit hochkurbelbaren Seitenfenstern in den Türen zu haben war.
Bis der Morgan 4/4 1950 vom Plus 4 abgelöst wurde, wurden 1.720 Stück verkauft.

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