Ihr ganzes Leben lang verfolgten die Sportwagen von TVR die gleiche Marketingstrategie, alle Modelle waren Zweisitzer mit Fiberglas-Karosserie und einem eher extrovertierten Charakter.
Noch dazu wurde jedes Fahrzeug in den baufälligen Gebäuden in Blackpool gefertigt.
Die zweite Generation des Griffith, der keine Verbindung zu einem früher in den 1960ern gebauten TVR hatte, entsprach genau dem Original TVR und war noch dazu ausgesprochen schön. Vorherige TVRs sahen zwar auch nicht schlecht aus, aber keiner hatte so runde Formen. Man sah dem Fahrzeug an, dass es liebevoll von Hand in einer kleinen Werkstatt in Blackpool gestaltet worden war. Verantwortlich für dieses Design waren der Vorsitzende Peter Wheeler und sein Chefdesigner John Ravenscroft. So banale Dinge wie Stoßstangen wurden einfach weggelassen und es gab keine geraden Linien an dem Fahrzeug. Die Ausstattung des Cockpits war in traditionalem TVR Stil gehalten und sehr aufwendig.
Und wie immer bei TVR unterschied sich der ab 1992 verkaufte Griffith sehr von dem Prototypen von 1990. Angetrieben wurde der TVR Griffith von einem Rover V8 Leichtmetall-Motor und einer Fünfgangschaltung. Das Fahrzeug hatte Einzelradaufhängung, Rack-and-Pinion Steuerung, Scheibenbremsen und natürlich Charakter.
Die frühen Griffiths hatten 4,3-Liter-Motoren mit 280 PS, aber schon kurze Zeit später kam auch eine weniger kraftvolle Version mit 4,0 Litern und 240 PS auf den Markt. Und dann ab 1993 ein starker Griffith mit 325 PS und 5,0 Litern. Schon mit dem 4,0-Liter-Motor erreichte man mehr als 240 Stundenkilometer erreichen, die 5,0-Liter-Version sollte man besser nur auf einer ganz freien Strecke testen.
In 11 Sekunden konnte man den Griffith auf 100 mph, rund 160 Stundenkilometer, beschleunigen, was natürlich auf die Reifen ging. Das Quietschen der Reifen wurde begleitet von dem aggressiven Aufbrüllen des Motors und so war es auch kein Wunder, dass im ersten Jahr 600 Stück verkauft wurden, was den Griffith zu dem bis dahin am schnellsten verkauften TVR machte.
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